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Unser Fairphone-Projekt

Am 24.06.2014 hatten wir, die BF I WV, einen Projekttag über das aktuelle Thema „Smartphones“. Der Klasse wurde bereits einige Tage im Voraus mitgeteilt, dass jeder Schüler an diesem Tag sein geliebtes Smartphone mitbringen muss. Natürlich begeisterte uns das sehr und wir entwickelten große Vorfreude. Am Dienstagmorgen, nach der zweiten Unterrichtsstunde war es dann so weit. Die Klasse wechselte in einen anderen Raum, indem bereits alles aufgebaut war.

 

Wir wurden von unserer Projektleiterin „Tina“ dazu aufgefordert, einen Stuhlkreis zu bilden und in die Mitte des Kreises unsere Handys in eine lange Reihe zu legen. Jeder Schüler wurde gefragt: Seit wann er ein Handy besitzt, wozu er es am meisten benutzt, wie viele Handys man davor schon besaß und wie er diese entsorgt hat, oder ob sie noch in einer Schublade liegen.

Dabei ist uns allen etwas Erschreckendes aufgefallen: Wir bemerkten, dass alle Schüler bereits zwischen 9 - 12 Jahren ihr erstes Handy besaßen. Erschreckend war jedoch nicht die Tatsache, wie lange wir alle schon Handys besitzen, sondern wie viele wir bis jetzt genutzt haben und wie wir sie entsorgten.

Nach dieser Erkenntnis, spielten wir in kleinen Gruppen ein Frage/Antwortspiel (Memory), indem wir selbst herausfinden mussten, welche Daten zusammen gehören.

 

Nachdem wir das Spiel gelöst hatten, ging jede Gruppe zu einer von vielen Stationen, die bereits von „Tina“ im Vorfeld aufgebaut wurden. In diesen Stationenarbeiten sahen wir einen erschreckenden Kurzfilm über die Produktion eines Smartphones. Die Bestandteile eines solchen Handys, die Arbeitsbedingungen unter denen es hergestellt wird, und die Ausbeutung der schlechtbezahlten Arbeiter im Kongo haben uns entsetzt.

 

Aber nicht nur schlecht bezahlte Mitarbeiter müssen schuften, sondern auch Kinder ab 8/9 Jahren und das auch noch 10 - 12 Stunden am Tag ohne Pause, unter miserablen Arbeitsbedingungen. Jedoch gibt es eine Möglichkeit den schlechten Arbeitsbedingungen entgegen zu wirken.

„Tina“ erklärte uns in diesem Zusammenhang, dass es bereits seit 2010 ein Unternehmen gibt, dass Smartphones namens FAIRPHONE auf den Markt gebracht hat.

 

Diese Handys werden unter humanisierten Arbeitsbedingungen produziert und verkauft. Außerdem bestehen die Handys aus recycelbaren Materialien, die die Umwelt nicht belasten.

Die erste Produktion fand im Januar 2010 statt. Mittlerweile werden im Jahr bis zu 60 000 dieser Fairphones erfolgreich produziert und auch zu einem fairen Preis verkauft. Die Kosten des Fairphones setzen sich zusammen durch: 185,00 € reines Produkt, 45,00 € Verwaltung, 63,00 € Steuern und 22,00 € Fairnesszuschlag für die Mitarbeiter. Das Fairphone gibt es online unter www.Fairphone.com zu kaufen, zu einem Preis von ca. 315,00 €.

 

Für unsere Klasse war der Projekttag ein großer Erfolg, da wir alle zur Kenntnis gekommen sind, dass jeder einzelne von uns etwas an der schlechten Bezahlung und den Arbeitsbedingungen ändern kann, indem wir die Produktion durch einen Kauf des Smartphones unterstützen.

Der Bericht ist von: Aline, Alice, Celine und Saskia

 

 

 

 

 

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